Spezial-WC für Schweizer Spitäler schont die Umwelt.
In privaten Haushalten, im Gesundheitswesen, in Industrie und Gewerbe sowie bei verschiedenen Freizeitaktivitäten wird eine Vielzahl unterschiedlicher Chemikalien verwendet. Diese beeinträchtigen die Wasserqualität und sollten gemäß den umweltschutzrechtlichen Bestimmungen vermieden werden. Im Bereich von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen trägt ein von der Clesana AG entwickeltes Spezial-WC wesentlich dazu bei, dieses Problem wirkungsvoll zu adressieren.

Bei der Nutzung umweltgefährdender Chemikalien gelangen teilweise diese Substanzen ins Abwasser. Dazu zählen beispielsweise Arzneimittelwirkstoffe, Biozide, UV-Filter oder Korrosionsschutzmittel. Diese sogenannten Spurenstoffe werden in Kläranlagen entweder gar nicht oder nur teilweise entfernt und gelangen mit dem gereinigten Abwasser in unsere Gewässer. Deshalb werden in den kommenden Jahren die grössten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) erweitert, um die Einträge in die Gewässer deutlich zu reduzieren und den Schutz von Wasserlebewesen sowie Trinkwasserressourcen zu verbessern. Zusätzlich sind weitere Massnahmen in anderen Bereichen erforderlich, um die Gewässer vor den negativen Auswirkungen der Spurenstoffe zu schützen.
Effektive Gegenmassnahmen sind notwendig
Innovative Technologien im Bereich der Abwasserbehandlung können einen zusätzlichen Beitrag zur Reduktion der Stoffeinträge leisten, insbesondere auch im Gesundheitswesen. Ein bedeutender Anteil der in Gewässern nachgewiesenen Arzneimittelwirkstoffe stammt aus Spitälern und Pflegeheimen. Besonders iodierte Röntgenkontrastmittel, die hauptsächlich in Kliniken verabreicht werden, sind sehr beständig und bauen sich in Gewässern nicht ab; sie sind in vielen mittleren und grösseren Gewässern sowie im Grundwasser nachweisbar. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützte daher im Rahmen der Umwelttechnologieförderung die Entwicklung eines speziellen WCs für Spitäler und zeigt sich mit den erzielten Ergebnissen der Clesana AG sehr zufrieden.
Dr. Michael Schärer, Sektionschef BAFU, Abteilung Wasser, Sektion Gewässerschutz, betont:
«Mit diesem mobilen, wasserlosen WC können in Spitälern punktuell menschliche Ausscheidungen einzelner Patienten oder bestimmter Patientengruppen, die mit Arzneimitteln und Röntgenkontrastmitteln belastet sind, vom Wasserkreislauf ferngehalten werden. Diese neue Technologie leistet somit einen weiteren Beitrag zum Schutz unserer Gewässer.»
Erhebliche Gefahren bestehen
Es ist dringend erforderlich, neue Möglichkeiten im Gewässerschutz gezielt einzusetzen, da bestehende Kläranlagen Mikroverunreinigungen, also winzige Schadstoffmengen, nicht abbauen können. Die heutigen Anlagen sind auf die Entfernung organischer Substanzen, Nährstoffe sowie Ammoniumstickstoff und Phosphor ausgelegt. Mikroverunreinigungen liegen jedoch in so geringen Konzentrationen vor, dass technologische Innovationen notwendig sind. Die gesundheitlichen Risiken sind beträchtlich: Beispielsweise hat der US-Krebsausschuss des Präsidenten (PCP) offengelegt, dass Arzneimittel eine bedeutende Quelle der Umweltverschmutzung darstellen. Die Auswirkungen einer langfristigen Belastung durch diese Substanzmischungen sind zwar noch nicht vollständig erforscht, jedoch besorgniserregend.
Viele Gewässer sind belastet
Diese Einschätzung wird durch eine Untersuchung in den USA gestützt. Eine Studie verdeutlicht die Dringlichkeit eines verbesserten Gewässerschutzes: In der Wasserversorgung amerikanischer Städte konnten Antidepressiva, Bluthochdruckmittel, Antidiabetika, Antiepileptika, orale Verhütungsmittel, Hormonersatzmedikamente, Chemotherapeutika, Antibiotika, Herz-Kreislauf-Medikamente und sogar Schmerzmittel wie Codein nachgewiesen werden. Etwa 80 % der Gewässer waren kontaminiert. Darüber hinaus untersuchten Forscher der staatlichen italienischen Universität Insubria die Auswirkungen medikamentenbelasteten Wassers auf Embryozellen. Bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen führten die Rückstände zu einem Stillstand der Zellreproduktion.

Clesana´s Rollac – Die erste wasserlose, mobile Toilette weltweit
Die Entwicklung der ersten wasserlosen, mobilen Toilette war längst überfällig und eröffnet eine neue Dimension in der Spitalhygiene. Der Rollack 1.0 mit dem Clesana Verschweiß-System funktioniert ohne Wasserzufuhr, ist auf vier Rädern mobil und lässt sich bequem ans Krankenbett schieben. Unter dem Toilettensitz befindet sich eine reissfeste Endlosfolie, die eng an Brille und Schüssel anliegt. Nach der Benutzung wird die Folie per Knopfdruck automatisch zu einem geruchs- und wasserdichten Beutel verschweisst, der sachgerecht entsorgt werden kann. Clesana bietet folgende Vorteile:
- Komfortabel – Da sich der Rollac 1.0 direkt neben das Bett oder in den Nassbereich schieben lässt, werden Toilettengänge für Patienten deutlich angenehmer.
- Geruchsfrei – Die verschlossenen Folienbeutel sind absolut geruchsdicht. Der unhygienische Transport offener Bettpfannen durch die Gänge, mit der latenten Gefahr des Stolperns und Auslaufens, gehört dank Clesana der Vergangenheit an.
- Hygienisch – Toilettenbrille und Schüssel sind stets mit frischer Folie ausgekleidet, was eine höchstmögliche Hygiene beim Gebrauch sicherstellt und eine schnelle sowie einfache Reinigung ermöglicht.
- Zeitsparend – Die aufwändige und unangenehme Reinigung von Bettpfannen entfällt. Das Pflegepersonal kann die gewonnene Zeit produktiv nutzen.
- Gewässerschonend – Gemäss Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 sind bei der Einleitung von Industrieabwässern alle «nach dem Stand der Technik notwendigen Massnahmen» zu treffen, um Verunreinigungen zu vermeiden. Clesana definiert diesen Stand der Technik neu, indem es verhindert, dass kritische Komponenten wie Medikamentenrückstände und Hormonspuren ins Abwasser gelangen, und somit einen effektiven Gewässerschutz gewährleistet. Die zuständigen Behörden sind nach der Verordnung angehalten, verfügbare technische Möglichkeiten zu fordern und dabei internationale oder nationale Normen, BAFU-Richtlinien oder von der Branche in Zusammenarbeit mit dem BAFU erarbeitete Standards zu berücksichtigen.
- Mobil – Clesana-Systeme sind kompakt und passen in nahezu jedes Fahrzeug, sodass diese wasserlose, mobile Toilette bei Bedarf auch beim Patienten zu Hause eingesetzt werden kann.
- Sicher – Bei akuten Bedrohungen durch Epidemien oder Pandemien ermöglicht Clesana eine bessere Isolation von Patienten. Die sichere Entsorgung der Ausscheidungen reduziert das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum.

Einfache Folienwechsel und Reinigung
Die in Clesana-Systemen verwendeten Folien sind Hochbarriere-Folien. Sie sind geruchsdicht und bei korrekter Anwendung absolut auslaufsicher. Der Folienwechsel ist unkompliziert: Die gefaltete Folie wird von unten in die Toilettenbrille gelegt und über den Rand gezogen. Anschliessend erfolgt per Knopfdruck die erste Folienschweissung, und die Toilette ist einsatzbereit. Die Toilettenbrille kann mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln gereinigt werden.
Entlastung im Pflegealltag
Clesana schützt nicht nur Wasser und Umwelt, sondern erleichtert auch den Pflegealltag. Die erste wasserlose Toilette der Welt ist mobil und kann bei Bedarf direkt ans Bett geschoben werden.

Für Patienten mit eingeschränkter Mobilität stellt das Clesana-System, zB. der Rollac 1.0, eine optimale Lösung dar, da der Einsatz von Bettpfannen und Nachtstühlen oft entfallen kann. Der unhygienische Transport offener Bettpfannen und die damit verbundene aufwändige Reinigung gehören somit der Vergangenheit an. Clesana bietet sowohl Patienten als auch Pflegepersonal ein hohes Mass an Komfort. Durch das Verschweissen der Folie entsteht ein geschlossener Beutel, der mit dem übrigen Kehricht verbrannt oder bei Bedarf als Sondermüll entsorgt werden kann. Die verwendete Kunststofffolie ist das Ergebnis umfangreicher Tests: In Zusammenarbeit mit Universitäten und bekannten Folienherstellern wurde ein mehrschichtiger Träger entwickelt, der die Gärung der Ausscheidungen verzögert und über mehrere Wochen absolut dicht und geruchsfrei bleibt.
Quelle: Gesundheit/Medizin (Beitragsauszug), Text: Dr. Hans Balmer
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AP: Tino V. Göbel / presse@clesana.com