Campingtoiletten im Vergleich: Die Trockentrenntoilette

Trockentrenntoiletten, auch bekannt als Trenntoiletten, haben sich inzwischen auch als potentielle Lösung etabliert, wenn es um das autarke Reisen geht. Sie sind einfach gebaut, recht gut nachrüstbar und auch unabhängig von Wasser, Chemie und Strom. Es wird ihnen zudem ein nachhaltiger Aspekt zugesprochen, doch wie sieht es mit der Hygiene aus?  

 

Die Geschichte der Trockentoilette reicht weit zurück. Schon lange vor der Entwicklung wasserbetriebener Sanitärsysteme musste die Menschheit praktikable Lösungen zur Entsorgung ihrer Ausscheidungen finden. Eine bedeutende Entwicklung ist dem englischen Pfarrer Henry Moule zuzuschreiben, der 1860 ein Patent für eine frühe Form der Trockentoilette anmeldete. Sein System sah vor, die Exkremente nach dem Toilettengang mit Asche, Erde oder Sägemehl zu bedecken. Dies reduzierte nicht nur Gerüche, sondern half maßgeblich dabei, die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera einzudämmen. Moules „dry earth closet“ gilt als Vorläufer heutiger Systeme.

Eine klassische Trockentoilette funktioniert im Grunde wie ein einfacher Eimer, in dem alle Hinterlassenschaften gemeinsam gesammelt werden. Die Weiterentwicklung zur Trockentrenntoilette besteht darin, dass hierbei feste und flüssige Ausscheidungen getrennt aufgefangen werden.

 

Das Funktionsprinzip ist bereits im Namen erkennbar: Die Toilette kommt ohne Wasser aus („trocken“) und trennt feste und flüssige Ausscheidungen („trenn“). Diese Trennung soll die Abtrocknung der Feststoffe fördern und die Zugabe von Einstreu dies zusätzlich beschleunigenAnschaulich lässt sich das mit Hundekot vergleichen: Trockener Kot riecht kaum noch, während frischer intensiven Geruch verströmt. Ob der Inhalt eines Feststoffbehälters als geruchsintensiv empfunden wird oder nicht, ist letztlich subjektiv – die Meinungen darüber gehen auseinander

Die drei Hauptbestandteile einer Trenntoilette:

  1. Trenneinsatz
  2. Urinkanister
  3. Feststoffbehälter

Der Trenneinsatz ist auf den sitzenden Menschen ausgerichtet und lässt sich in zwei Bereiche aufteilen: Einen vorderen Teil, durch den Flüssiges in einen Kanister abgeleitet wird, während die festen Ausscheidungen nach hinten in den separaten Sammelbehälter fallen. Die Feststoffe werden mit Einstreu abgedeckt, auch das benutzte Toilettenpapier landet im Feststoffbehälter.

 

Nach dem großen Geschäft sollte Einstreu zum Bedecken der Fäkalien verwendet werden – idealerweise aus natürlichen Materialien wie Hobelspänen, Hanf- oder Kokosfasern oder Sägemehl. Damit sollen unangenehme Gerüche reduziert und Feuchtigkeit gebunden werden.

Zur Auskleidung des Feststoffbehälters werden handelsübliche Müllbeutel verwendet. Diese bieten keine Barriere gegen Gerüche oder Feuchtigkeit, was die Handhabung erschwert. Oftmals werden kompostierbare Müllbeutel als nachhaltige Alternative empfohlen, diese sind jedoch nur unter bestimmten Bedingungen – hinsichtlich Temperatur, Feuchtigkeit und Mikroorganismen wie sie nur in industriellen Kompostieranlagen herrschen – tatsächlich biologisch abbaubar. In privaten oder mobilen Toilettenanwendungen, etwa beim Camping, erfüllen sie diese Anforderungen nicht.

 

 

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Laut dem Merkblatt DWA-M 270 von der Organisation DWA unterliegen die Inhalte von Trockentrenntoiletten – insbesondere die Feststoffe – grundsätzlich dem Abfallrecht. Da sie nicht mit Wasser in Berührung kommen, gelten sie nicht als Abwasser im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes (§ 54 WHG), sondern als Abfälle zur Beseitigung, wenn eine Verwertung nicht vorgesehen oder möglich ist.

Die Feststoffe aus Trenntoiletten (auch bei Verwendung kompostierbarer Beutel) dürfen nicht in die Umwelt eingebracht oder im Garten kompostiert werden. Sie sind über den Restmüll zu entsorgen, da sie hygienisch nicht unbedenklich sind. Die Anforderungen an die hygienische Sicherheit für Lagerungsdauer in der Mülltonne sowie Weitertransport durch die Abfallwirtschaft, ist in der Regel nicht gewährleistet.

Für die Entleerung des Urinkanisters (typischerweise zwischen 3-10 Liter Volumen) muss eine Entsorgungsstation oder eine Toilette genutzt werden. Nur mit kontrollierter Behandlung und ausreichender Verdünnung (mindestens im Verhältnis 1:10 mit Wasser) ist die Entsorgung beispielsweise im eigenen Garten als Dünger für Zierpflanzen möglich.

Wer unterwegs ist (z. B. beim Camping), darf demnach seine Hinterlassenschaften niemals einfach in der Natur entsorgen. Dies kann das Grundwasser verunreinigen und die Umwelt belasten. Die Entsorgung darf nur über geeignete Entsorgungsstationen erfolgen.

 

 

Vorteile der Trockentrenntoilette    Nachteile der Trockentrenntoilette 
Kein Wasser- oder Stromanschluss notwendig (sofern kein Abluftsystem erforderlich ist)   Fäkalien werden «offen» transportiert und nur mit Einstreu bedeckt
Kein Einsatz von Sanitärzusätzen notwendig   Schnelle Geruchsbildung (bis die vollständige Abtrocknung erreicht ist oder wenn z. B. zu wenig Einstreu genutzt wurde)
Relativ einfache Handhabung und Nachrüstbarkeit   Regelmäßige Entleerung von Urinkanister und Feststoffbehälter (mind. nach 2-3 Tagen) notwendig
Gut für mobile Anwendungen geeignet   Teilweise hohe Anschaffungskosten
    Regelmäßige intensive Reinigung erforderlich
    Hygienisch nicht sicher, da Nutzung von Müllbeuteln ohne Barriere-Funktion für Feststoffe
    Schwierigere Nutzung für Frauen (Zielgenauigkeit für Urineinsatz erforderlich; während Menstruation)
    Hoher Verbrauch von Einstreu 

 

Clesana bietet mit ihrer Verschweiß-Toilette Clesana C1 eine mobile Lösung, welche ihren Ursprung in der Medizin hat. Die Toilette schweißt Hinterlassenschaften in eine Hochbarriere-Folie ein, welche eine sichere und geruchsneutrale Lagerung für einen längeren Zeitraum ermöglicht. Diese Beutel können bedenkenlos über den Restmüll entsorgt werden. Da die Clesana-Toilette komplett ohne Wasser auskommt und sich die verschweißten Beutel lange lagern lassen, sorgt diese Lösung für die größtmögliche Unabhängigkeit. Langen Touren durch die Natur sind somit keine Grenzen gesetzt. 

 

 

Trockentrenntoilette vs. Clesana C1: Ein Überblick

    Verschweiß-Toilette Clesana C1   Trockentrenntoilette
Reinigungsaufwand  

Sehr gering: Die Toilette wird nach jeder Benutzung automatisch mit frischer Folie ausgekleidet. Wie zu Hause sollten Deckel und Klobrille ab und an mit Badreiniger gereinigt werden.

  Mäßig bis hoch: Der Trenneinsatz muss nach jeder Benutzung gereinigt werden. Zudem sollte der Urinkanister nach jeder zweiten Entleerung mit Essig oder Zitronensäure gesäubert werden.
Entsorgungsintervall  

Hinterlassenschaften können in verschweißten Beuteln bis zu zwei Wochen geruchsneutral und hygienisch gelagert werden.

  Urinkanister (ca. 3-10 Liter) muss alle 2–3 Tage geleert werden, ebenso der Feststoffbehälter – besonders bei mehreren Nutzern oder hoher Temperatur.
Beutel   Hochbarriere-Folienliner, welcher absolut flüssigkeits- und geruchsdicht ist. Für medizinische Anforderungen geeignet.  

Herkömmliche Müllbeutel, ohne Barrierefunktion (Dichtigkeit, Geruch).

Geruchsbildung  

Keine Geruchsbildung durch hochwirksame Hochbarriere- Folie, wie unabhängige Tests des Fraunhofer Instituts bestätigen.

  Trotz Einstreu kommt es bei ungenügender Abdeckung oder langer Lagerung zu deutlicher Geruchsbildung. Besonders problematisch in warmen Klimazonen.
Wasserverbrauch   Kein Wasser notwendig.   Kein Wasser notwendig.
Autarkie   Hoch, da die Beutel bis zu zwei Wochen bei Zimmertemperatur gelagert und im nächsten Restmüll entsorgt werden können.   Eingeschränkt, da kleine Volumina des Urinkanisters sowie Geruchsbildung im Beutel und daher regelmäßig entsorgt werden muss.
Zeitaufwand   Minimal, da keine Reinigung oder Entleerung notwendig. Beutel können gesammelt werden und bei der nächsten Müllentsorgung weggeworfen werden.    Mäßig bis hoch, da regelmäßige Prüfung des Füllstands, Entsorgung der Inhalte sowie Pflege der Toiletten-Komponenten.

 

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Trockentrenntoiletten haben sich als verlässliche Lösung für mobile und autarke Sanitärbedürfnisse etabliert. Sie sind einfach im Aufbau, unabhängig von Wasser und können mit wenigen Mitteln nachgerüstet werden. Mit etwas Erfahrung in der Handhabung – insbesondere bei der richtigen Nutzung von Streu und regelmäßiger Reinigung – lässt sich auch die Geruchsbildung etwas kontrollieren.

Allerdings zeigt sich im direkten Vergleich zur Clesana C1, dass die Verschweiß-Toilette in Sachen Hygiene, Komfort und Langzeiteinsatz deutlich überlegen ist. Die automatische Folienauskleidung, die vollständig dichten Beutel und die Möglichkeit, Hinterlassenschaften über einen langen Zeitraum geruchsneutral und sicher zu lagern, bieten ein neues Maß an Bequemlichkeit – gerade dort, wo keine regelmäßige Entleerung möglich ist oder wo höhere Hygienestandards gefragt sind.

Während die Trockentrenntoilette also eine gute und funktionale Basislösung darstellt, bietet die Clesana C1 eine Weiterentwicklung, die den Alltag deutlich erleichtert – ohne Kompromisse bei Sauberkeit, Geruchsneutralität oder Handhabung. Wer langfristig unabhängig, sicher und komfortabel unterwegs sein möchte, findet in ihr die wohl durchdachteste Toilettenlösung auf dem Markt.

 

Clesana ist ein innovatives Unternehmen aus der Schweiz, das mobile Sanitärlösungen neu definiert. Mit der Clesana C1 hat das Unternehmen eine Verschweiß-Toilette entwickelt, die durch eine Thermo-Druck-Verschweißung höchste Hygiene, Komfort und Sicherheit bietet. Hinterlassenschaften, Hygieneartikel oder ähnliches werden sicher in einer Hochbarriere-Folie versiegelt und können unkompliziert über den Restmüll entsorgt werden. Dadurch wird eine Unabhängigkeit von Ver- und Entsorgungsstationen ermöglicht.

Das Clesana-System hat seinen Ursprung in der Medizin, um die Schweizer Gewässer vor Verunreinigung durch Medikamentenrückstände, Hormone oder andere Chemikalien zu schützen. Damit setzt sich die Clesana C1 selbst die höchsten Maßstäbe in Sachen Hygiene.

Das Fraunhofer-Institut hat bestätigt, dass die Clesana-Beutel die Anforderungen hinsichtlich Geruchsbarriere und Dichtigkeit mit Abstand am besten erfüllen. Die hohe Barriere sorgt dafür, dass Hinterlassenschaften und andere Inhalte sicher eingeschlossen werden. Dadurch haben nicht nur die Nutzer, sondern auch alle Beteiligten der Entsorgungsinfrastruktur keinen Kontakt mit dem Inhalt des Beutels.

Die Clesana C1 kommt ohne Wasser aus und spart somit diese wertvolle Ressource. Auch auf schädliche chemische Zusätze wird vollständig verzichtet. Der biobasierte Hochbarriere-Folienliner, welcher aus Biomasse und recycelten Materialien besteht, ist bereits erhältlich. Zudem wird die Clesana C1 zu in der Schweiz produziert, wodurch der CO₂-Fußabdruck auf ein Minimum reduziert wird.

 

Pressekontakt Clesana AG:
AP: Tino V. Göbel / presse@clesana.com